Enttäuschung über die Ablehnung unseres Förderantrags durch die Umweltbehörde Hamburg

24. Juni 2026 | Allgemein, Presse

In den vergangenen Monaten haben wir viele Gespräche mit Politikerinnen und Politikern aus Bezirk und Bürgerschaft geführt. Viele hörten zu, stellten Fragen und wollten verstehen, vor welchen Herausforderungen die einzige Wildtierstation Hamburgs steht. Umso enttäuschter waren wir über die Antwort der Umweltbehörde (BUKEA) auf unseren Antrag zur finanziellen Unterstützung unserer Arbeit.

Nicht einmal die Ablehnung an sich war das Problem. Über politische Entscheidungen kann man diskutieren. Vielmehr war es die Art und Weise. Statt einer erkennbaren Auseinandersetzung mit unseren konkreten Anliegen erhielten wir ein Schreiben voller Textbausteine, die teilweise nur wenig mit unserem eigentlichen Antrag zu tun hatten. Besonders bemerkenswert fanden wir die Ausführungen zu invasiven Arten.

Vielen Dank für den Hinweis.

Selbstverständlich melden wir seit Jahren alle meldepflichtigen invasiven Arten ordnungsgemäß bei genau der zuständigen Fachabteilung der Behörde. Wir waren daher etwas überrascht, darüber belehrt zu werden, anstatt Antworten auf die Fragen zu erhalten, die wir tatsächlich gestellt hatten. Noch bedauerlicher finden wir, dass die BUKEA und Senatorin Katharina Fegebank bis heute nicht bereit waren, sich mit uns an einen Tisch zu setzen. Über unsere Situation wird gesprochen. Mit uns leider nicht. Gleichzeitig wurde öffentlich erklärt, es gebe ausreichend andere Anlaufstellen für Wildtiere in Hamburg. Da uns diese Aussage interessierte, haben wir die Behörde um eine Übersicht gebeten, damit wir Bürgerinnen und Bürger künftig gegebenenfalls an diese Einrichtungen verweisen können. Eine Antwort darauf steht bislang noch aus.

Unsere Wildtierstation versorgt Jahr für Jahr hunderte Wildtiere. Mehrere hundert Tiere befinden sich dauerhaft in unserer Obhut. 52 Ehrenamtliche stemmen diese Aufgabe neben Beruf, Familie und eigenen Verpflichtungen.

Die Begründung der Behörde lautet, dass derzeit keine Haushaltsmittel für eine Unterstützung vorgesehen seien. Das mag heute so sein. Doch Haushalte werden jedes Jahr neu beschlossen. Was heute nicht vorgesehen ist, kann morgen politisch gewollt sein. Deshalb werden wir nicht aufgeben.

Wir werden weiterhin Gespräche suchen, weiterhin Anträge stellen und weiterhin darauf aufmerksam machen, dass die Versorgung verletzter und verwaister Wildtiere keine Aufgabe ist, die dauerhaft allein auf den Schultern von Ehrenamtlichen liegen sollte. Denn die Tiere interessiert nicht, was in Haushaltsplänen steht. Sie brauchen Hilfe. Heute. Morgen. Und auch in Zukunft. Und genau dafür werden wir weiter kämpfen.